In der ersten Runde lasen alle Kandidatinnen und Kandidaten jeweils drei Minuten lang aus einem selbst gewählten Buch vor. Dabei zeigten sie nicht nur ihre Lesetechnik, sondern auch, wie gut sie es schafften, mit ihrer Stimme Spannung zu erzeugen oder Gefühle zu vermitteln. Die ausgewählten Bücher waren sehr unterschiedlich und reichten von Abenteuergeschichten bis hin zu humorvollen Romanen.
Bewertet wurden die Vorlesenden von einer Jury, die aus fünf Lehrerinnen sowie einer Schülerjury mit fünf Schülerinnen und Schülern pro sechster Klasse bestand. Zur Lehrerjury gehörten Frau Schlüsche, Frau Vetter, Frau Pries, Frau Wojtczyk und Frau Eichner. Die Schülerjury nahm ihre Aufgabe sehr ernst und diskutierte aufmerksam über die Eindrücke der Vorträge.
Nachdem alle zehn Teilnehmenden gelesen hatten, zog sich die gemeinsame Jury zur Beratung zurück. Sie entschied, welche fünf Schülerinnen oder Schüler in die Finalrunde einziehen würden. In dieser zweiten Runde mussten die Finalistinnen und Finalisten einen unbekannten Text vorlesen, was noch einmal deutlich anspruchsvoller war. Hier zeigte sich, wer besonders sicher und mit guter Betonung lesen konnte.
Laura A., die Gewinnerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen, überzeugte die Jury mit ihrem klaren, flüssigen und selbstbewussten Vortrag. Sie liebt es, neue Bücher zu entdecken und hat sich auf den Wettbewerb vorbereitet, indem sie ihre ausgewählten Textstellen mehrfach gelesen hat. Herausforderungen gab es für sie dabei keine. Laura blieb während ihres gesamten Vortrags ruhig und konzentriert.
Als sie erfuhr, dass sie gewonnen hat, freute sie sich sehr. Laura kann sich sogar vorstellen, später einmal ein eigenes Buch zu schreiben. Mit ihrer Begeisterung für Geschichten und ihrer starken Vorlesestimme hat sie verdient den ersten Platz erreicht.
Die sechsten Klassen applaudierten begeistert, und man merkte, wie viel Mühe und Mut in den Auftritten steckte. Insgesamt war der Wettbewerb eine gelungene Veranstaltung, die gezeigt hat, wie wichtig und schön Lesen sein kann, und wie viele junge Talente unsere Schule hat.